Charaktere
 


Gallier

(Anm.: Bei den Grundcharakteren, die ab Band I dabei waren und auf der ersten Seite jedes Bandes angeführt sind, verwenden wir hier den Originaltext der Asterix-Hefte)


Asterix, der Held dieser Abenteuer. Ein listiger kleiner Krieger, voll sprühender Intelligenz, dem alle gefährlichen Aufträge bedenkenlos anvertraut werden. Asterix schöpft seine übermenschliche Kraft aus dem Zaubertrank des Druiden Miraculix...


Obelix ist der dickste Freund von Asterix. Seines Zeichens Lieferant für Hinkelsteine, großer Liebhaber von Wildschweinen und wilden Raufereien, ist er stets bereit, alles stehen und liegen zu lassen, um mit Asterix ein neues Abenteuer zu erleben.
In seiner Begleitung befindet sich Idefix, der einzige als umweltfreundlich bekannte Hund, der vor Verzweiflung aufheult, wenn man einen Baum fällt (Idefix stößt ab "Tour de France" - Bd. VI der dt. Zählung - zum Team. Sein Auftritt in Bd. II "Asterix und Kleopatra" ist auf die falsche Zählung im dt. Sprachraum zurückzuführen, siehe dazu auch "Die Hefte / Bd. I bis XII"; Anm. der Redaktion).


Miraculix, der ehrwürdige Druide des Dorfes, schneidet Misteln und braut Zaubertränke. Sein größter Erfolg ist ein Trank, der übermenschliche Kräfte verleiht. Doch Miraculix hat noch andere Tränke in Reserve...


Troubadix ist der Barde! Die Meinungen über sein Talent sind geteilt: Er selbst findet sich genial, alle anderen finden ihn unbeschreiblich. Doch wenn er schweigt, ist er ein fröhlicher Geselle und hochbeliebt...


Majestix schließlich ist der Häuptling des Stammes. Ein majestätischer, mutiger, argwöhnischer alter Krieger, von seinen Leuten respektiert, von seinen Feinden gefürchtet. Majestix fürchtet nur ein Ding: Daß ihm der Himmel auf den Kopf fallen könnte! Doch, wie er selbst sagt: "Es ist noch nicht aller Tage Abend."


Automatix ist der Dorfschmied und eigentlich ab Band I ("Asterix der Gallier") dabei. Sein endgültiges Aussehen steht aber erst ab Band IX ("Asterix bei den Normannen") fest. Ursprünglich als Randfigur eingeführt (in Band I dient er dadurch, daß er das Metall mit der bloßen Faust schmiedet, schlicht als Beispiel für die unglaubliche Kraft von Asterix' Stamm), erhielt er im Lauf der Zeit zwei wichtige Rollen: Er ist erstens derjenige, der Troubadix immer am Singen hindert ("Nein, Du wirst nicht singen!"), und zweitens der Freund von Verleihnix, dem er nur eines übelnimmt: Daß er Fischhändler ist ("Weißt Du, was Dir meine Fische sagen?" - "Jaja, ich weiß es, aber laß die bitte ihren Mund halten, die haben so'n Mundgeruch!").


Verleihnix ist der Fischhändler des Dorfes. Sein erstes Auftreten feiert er in Band XIV, "Asterix in Spanien", und dort erhält er wohl auch seinen Namen, denn einer der Gags des Bandes basiert darauf, daß Obelix sich von ihm einen Fisch - leiht. Dies führt übrigens zu einer Schlägerei, die fortan zu einem "running gag" in den weiteren Asterix-Bänden wurde. Wie bereits bei Automatix erwähnt, sind Automatix und Verleihnix enge Freunde. Verleihnix' Frau Jellosubmarine tritt gleichzeitig mit Verleihnix erstmals in Erscheinung.


Methusalix, der Dorfälteste, erscheint zwar schon in früheren Bänden, immer wieder mit anderem Aussehen, was wir ja schon von Automatix her kennen, seine endgültige Gestalt und eine fixe Rolle erhält er aber erst ab Band XII, "Asterix bei den Olympischen Spielen". Seine Frau tritt übrigens erst später (in Band XV, "Streit um Asterix") in Erscheinung, in diesem Band ist er noch offenbar ledig, jedenfalls hat er durchaus ein Auge auf die schönen Griechinnen.


Gutemine, die zänkische Gattin von Majestix, verdient auch eine eigene Erwähnung, wiewohl in den Asterix-Bänden die Frauen (ausgenommen in "Asterix und Maestria", Bd. XXIX) eine eher untergeordnete Nebenrolle spielen (so hat z. B. Methusalix' Frau keinen Namen).
Sie tritt, genau genommen, erstmalig in Bd. IV, "Der Kampf der Häuptlinge" (Bd. VII der Originalzählung), auf, noch ohne Namen. Es ist auch nicht erkennbar, ob es sich dabei um eine Dienstmagd oder Majestix' Frau handelt, da sie nur seinen Schild poliert. Danach tritt sie bis Band XI,
"Asterix und der Arvernerschild" überhaupt nicht mehr auf, weshalb dieser Auftritt als die offizielle Einführung der Figur betrachtet werden darf.

Sonstige


Julius Caesar
Imperator des römischen Reiches, erscheint erstmals schon in Band I. Besonders interessant hierbei, daß er in Band I am Anfang und am Ende anders gezeichnet ist, zuerst noch mit einer langen, spitzen Nase und dunkelhaarig, am Ende dann schon mit der typischen "römischen" Knicknase und weißem Haar.


Brutus
Adoptivsohn des Imperators, erscheint sporadisch und sieht jedesmal anders aus. Erkennbar aber immer an schwarzem Haar und breitem Kinn. Fast bei jedem seiner Auftritte gibt er Cäsar Gelegenheit zum legendären Satz "Tu quoque fili" (Auch Du, mein Sohn), oder, wie in obigem Bild, es ist ein Messer im Spiel: Der historische Brutus war nämlich an der Ermordung Cäsars im Senat führend beteiligt und stach - wie die anderen - mit einem Messer auf ihn ein. Damals fiel auch der genannte Satz, und zwar als Frage.


Piraten
Die drei Piraten erhalten ihre Namen eigenartigerweise erst in Band XXX, "Asterix und Latraviata", wohl weil sie reine Gaglieferanten sind. Sie heißen also Der rote Korsar, Dreifuss (das ist der Alte mit dem Holzbein) und Baba, der schwarze Ausguck. Keine Schiffsreise Asterix', wo er ihnen nicht begegnet, und selbst an Land tauchen sie immer wieder auf. Die Piraten sind eine Anspielung auf die Comicserie "Der Schrecken der Karibik" von Jean-Michel Charlier und Victor Hubinon.
Sie sind fast von Anfang an dabei - ihren ersten Auftritt haben sie schon in Band II der deutschen Ausgabe ("Asterix und Kleopatra"). Wie oben schon erwähnt, stimmt die Zählung der ersten sieben Bände nicht mit der Originalreihenfolge überein, weshalb es dem Leser seltsam erscheinen mag, dass sie in "Asterix und Kleopatra" wie alte Bekannte begrüßt und in Band III, "Asterix als Gladiator", als Neueinführung behandelt werden. Das liegt daran, dass "Asterix als Gladiator" in der Originalreihenfolge Band IV ist, und "Asterix und Kleopatra" erst Band VI, ihr eigentlich erster Auftritt also tatsächlich in "Asterix als Gladiator" stattfand.

Dass Baba kein "r" aussprechen kann ("O tempo'a, o mo'es") hat zur immer wiederkehrenden Diskussion geführt, ob da ein latenter Rassismus im Spiel sein könnte. Nun, um das zu klären, müssen wir uns überlegen, was damals die Verkehrssprache war, es ist davon auszugehen, dass Asterix mit Nicht-Galliern Latein sprach. Ausnahme vielleicht die Briten, wo ausdrücklich im entsprechenden Asterix-Band auf die Verwandtschaft der Sprachen gallisch und britisch verwiesen wird und der Unterschied an der anderen Wortstellung und gewissen Redewendungen dargestellt wird.
Mit Europäern konnte er sich jedenfalls ganz gut verständigen, denn fast ganz Europa war von Rom besetzt und man sprach daher Latein, und zwar mehr oder weniger fließend. Nicht verständigen konnte er sich, mangels entsprechender Sprachkenntnisse, mit Germanen und Indianern - letztere hatten vor Asterix' Besuch überhaupt noch nie von Rom und Römern gehört. Baba jedoch stammt aus Afrika und hat vermutlich erst als Erwachsener Latein gelernt (der rote Korsar dürfte Gallier sein, während Dreifuss eindeutig Römer ist, und auch die übrige Besatzung ist ähnlich durchmischt, weshalb anzunehmen ist, dass an Bord des Piratenschiffes Latein gesprochen wurde). Und wenn das so ist, dann spricht er eigentlich eh ein sehr gutes Latein.